Schlussübung 2009

Die diesjährige Schlussübung war sozusagen eine doppelte Schlussübung. Einerseits war es die letzte Übung der Gesamtfeuerwehr und zugleich auch die letzte Übung von Urs Rychener als Übungsleiter, der nach 23 Jahren Feuerwehr per Ende 2009 seinen aktiven Dienst als Offizier beendet.

Die Einsatzübung war eine Herausforderung: Ein Brand mit diversen Verletzten Personen im Bürogebäude des Kraftwerks war die Ereignisannahme. Dieser Brand breitete sich anschliessend über einen Kabelkanal zum Maschinenhaus der Schiffsschleuse aus. Dadurch wurde die Steuerung der Schleuse beschädigt. Infolge dessen blieb das Personenschiff MS Froschkönig mit 42 Passagieren, Besatzung und einem Hund mitten in der Schleuse stecken.

Die ganze Übung wurde von zahlreichen Gästen, Angehörigen und Mitglieder benachbarter Feuerwehren interessiert verfolgt.

Die Übungsbesprechung viel sehr positiv aus, nur wenige Punkte sind zu verbessern. Durch den vorbildlichen Einsatz aller Angehörigen der Feuerwehr wurden die Ziele der Übung erfüllt.

Im Anschluss an die Übungsbesprechung wurden durch den Kommandanten Steve Aerni und der Gemeinderätin Petra Abt die Beförderungen durchgeführt.

    * Patrick Meyer zum Korporal
    * Kaspar Frutiger zum Korporal
    * Christoph Frutiger zum Leutnant

Wir gratulieren den Beförderten herzlich und wüschen ihnen viel Erfolg in der neuen Funktion.

Jedes Jahr verlassen uns altershalber oder umzugsbedingt Angehörige:

    * Elke Ledermann nach 12 Dienstjahren
    * Gerardo Casalino nach 13 Dienstjahren
    * Rita Wiget nach 17 Dienstjahren
    * Stefano Scopel nach 19 Dienstjahren
    * Urs Rychener nach 23 Dienstjahren

Wir bedanken uns bei den Austretenden für den jahrelang geleisteten Einsatz und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute!

Nach der Übung wurden die Gäste noch auf einen Apero auf das Personenschiff MS Froschkönig eingeladen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal für das zahlreiche Erscheinen und das grosse Interesse und die hervorragende Unterstützung der Bevölkerung danken!

Text: M. Gysin / O. Jucker

Impressionen Schlussübung

Besammlung der Figuranten.
Die Figuranten werden informiert und erhalten Ihre Instruktionen.
Im Hintergrund sieht man Rettungen im 2.Boden ausgezeichent.
Der Kapitän geht zurück zu seinem Schiff der MS Froschkönig.
Die Figuranten treffen bei der MS Froschkönig ein.
Der Kapitän begrüsst die Figuranten persönlich.
Der Küchenbrand entwicklet sich zum Inferno, der Figurantin wird langsam mulmig.
Auch im Steuerhaus der Schleuse steht der angekohlte Figurant bereit.
Noch liegt der Froschkönig im Oberwasser, dies wird sich jedoch noch ändern.
Die ersten Gäste versammeln sich auf der Schleusenbrücke.
Die Übung ist gestartet! Als erstes trifft der KoWa am Schadenplatz ein.
Der Einsatzleiter biegt auf die Zielgerade ein und ist gespannt, was Ihn erwartet.
Nur noch wenige Meter, dann kann er sich ein genaues Bild machen.
Als nächstes braust das TLF heran.
Die Besatzung orientiert sich zuerst wo Ihr Standort ist.
Die Gäste haben sich nun so platziert, dass Sie dem Geschehen folgen können.
Das TLF ist erst angekommen, schon wird es für den Einsatz bereitgemacht.
Nun biegt auch das PIO auf den Schadenplatz ein.
Mit Hochdruck beginnt der 1. Atemschutztrupp sich auszurüsten
Am TLF erstellt man den Zuringer, daneben steht die Einsatzleitung.
Aus dem Gebäude tritt eine grosse Rauchwolke aus, die Situation sieht ernst aus!
Auf dem Sammelplatz warten alle auf Ihren nächsten Auftrag.
Der Atemschutztrupp ist nun fast Einsatzbereit.
Die letzten Handgriffe werden kontrolliert und die Wärmebildkamera bereitgestellt.
Die erste Rettung ist nun in vollem Gang, die Leiter wird herbeigetragen
Auch ein Schnellangriff wird vorbereitet, damit der Atemschutztrupp ins Gebäude kann.
René Meyre ist auch hier mit dabei uns schiesst Photos: zu sehen unter www.augst-bl.ch
Die Leiter wird verlängert. Laut hörte man das Kommando VERLÄNGERN!
Bald kann die Leiter bestiegen werden, nach dem Anlegen werden noch kleine Korrekturen angebracht.
Der Atemschutztrupp übernimmt nun den Schellangriff.
Die Elektriker bereiten sich schon auf einen langen Tag vor und beginnen mit der Beleuchtung.
Die Leiter wird nun bestiegen.
Das Fenster wurde trotz Hindernissen gut erreicht.
Als erstes trifft der Gruppenführer beim Fenster ein. Was erwartet Ihn hier wohl?
Fachmännisch sicher er nun die Leiter mit seinem Hilfsstrick.
Der Atemschutztrupp hatte beim Absuchen bereits Erfolg. 2 Verletzte konnten gerettet werden.
Eine Person hat sich die Beine gebrochen und muss mit dem Schlitten gerettet werden.
Das Sicherungsseil wird vorbereitet und ein sicherer Standort ist gefunden.
Mittlweile hat das Feuer das Steuerhaus erreicht, Rauch tritt aus.
Der Patient wird durchgehend betreut, er wird nicht alleine gelassen.
Das Seil wird nun für den Rettungsschlitten vorbereitet.
Alles klar, ich bin bereit!
Der Schlitten wird auf die Leiter gehieft.
Mit sicherem Stand und voller Konzentration wird der Schlitten gesichtert heruntergelassen.
Die Rettungen sind ausgeführt, der Brand ist langsam unter Kontrolle.
Der Patient wird nun vom Schadenplatz entfernt und in Sicherheit gebracht.
Durch die engen Verhältnisse ist der Weg zur Sanität etwas weiter.
Nun wird die Rettung der Figuranten auf dem Froschkönig vorbereitet.
Diese sind wohlauf, sind nicht in Gefahr, aber in einer unangenehmen Siutation.
Mit den Passagieren wird gesprochen und Sie werden beruhigt.
Durch klare Kommandis wird hier geklärt wie der Rettungsplan aussieht.
Es machen sich mehrere AdF zur Sicherung der steigunsicheren Passagiere bereit.
Unnötiges Material wird beiseite geschafft, jetzt brauchen wir Platz.
Immer mehr Sicherungsposten sind bereit.
Nun wird die Leiter zum Schiff heruntergelassen.
Auf dem Schiff wird Sie von Kammeraden entgegengenommen.
Sollen wir schon hochkommen?
Nein, wir kommen zuerst runter.
Zuerst wird geklärt, wie das allgemeine Wohlbefinden ist.
Nun gehen noch weitere AdF auf das Schiff um die Brustbindung zur Sicherung vorzunehmen.
Aufmerksam beobachten unsere Gäste das Geschehen, während dem das Schleusenhaus immer noch raucht.
Es gibt viel zu tun bei über 40 Rettungen!
Auch bei seiner letzten Übung ist Urs voll konzentriert und verschafft sich einen Überblick.
Es wird kommuniziert und ausgemacht, wer als nächster kommt.
Sicherungsseile werden heruntergelassen.
Die Kinder kommen zuerst. Geduldig lassen sie sich mit der Brustbindung sichern.
Eine letzte Kontrolle, bevor es losgeht.
Drei weitere Personen können geschickt werden?
Fleissig werden weiter Brustbindungen vorbereitet.
Die kleinsten werden bei Ihrem Aufstieg begleitet und unterstützt.
Heil oben angekommen, endlich wieder festen Boden unter den Füssen.
Ein Rettungsschlitten wird herbeigeführt, ein Passagier ist steigunfähig.
Gekonnt wird ein verknoten der Seile verhindert, es muss schnell gehen.
Die Sanität begleitet die Passagiere an einen Sammelplatz.
Das Sanitätszelt steht und die verletzten Patienten werden betreut.
Das Schiff steht immer noch an seinem Platz, bis die Schleuse repariert ist wird es wohl dauern.
Übungsabbruch, das grosse Aufräumen beginnt.
Beleuchtungsmasten werden wieder abgebaut.
Die Mannschaft wartet gespannt auf das Ergebnis, waren wir erfolgreich?
Im Überblick sieht alles friedlich aus.
Man diskutiert und tauscht seine aktuellen Eindrücke aus.
Wann startet die Besprechung der Übung?
Die Übungsleitung ist versammelt und beginnt mit der Übungsbesprechung.
Gespannt hört die Mannschaft zu, was alles gut gelaufen ist und wo man etwas verbessern könnte.
Auch die Gäste hören sich die Besprechnung an und sind beeindruckt. Übung erfüllt!
Nun werden noch die neuen Gruppenführer befördert. Wir gratullieren Euch hier noch einmal!
Patrick Meyer wird von Steve Aerni, unserem Kommandanten zum Korporal ernannt.
Kaspar Frutiger wird von Steve Aerni auch zum Korporal ernannt.
Christoph Frutiger wird von Marianne Flüglistaller zum Leutnant befördert.
Auch in diesem Jahr gab es Austritte.
Die Austritte bekamen ein kleines Abschiedsgeschenk und es wurde Ihnen für Ihren Einsatz gedankt.
Auch Petra Abt waltete Ihres Amtes und bedankte sich voller Stolz bei Ihrer Feuerwehr.
Marianne Flüglistaller wird gebührend verabschiedet. Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Zusammenarbeit.
Nun ist die Übung zu Ende, die Gäste bekommen noch ein kleiner Apero und die Mannschaft bereitet sich auf einen tollen Abend vor.
Fotos vom 24.10.2009 von Oliver Jucker
Der Griff
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